SEDUCE ME! ist ein transdisziplinäres Performance- und Forschungslabor, das Verführung als künstlerische und soziale Praxis untersucht. In drei miteinander verbundenen Labs erforschen professionelle Künstler insbesondere aus dem zeitgenössischen Tanz Themen wie Begehren, Nähe und Distanz, Grenzen, Consent, Einfluss und Beziehung. Somatische, performative und partizipative Experimente führen von individueller Recherche zu gemeinsamen performativen Arbeiten. Jedes Lab endet mit einer öffentlichen Performance.

Lab I – A Boundary Is a Point of Contact
David Bloom | 1.–4. Oktober 2026 | Heizhaus Nürnberg
Grenzen als Ausgangspunkt für Intimität, Begehren und künstlerische Begegnung. Somatische Arbeit und Consent-Übungen untersuchen, wie das Setzen von Grenzen zu einem schöpferischen Akt werden kann.
David Bloom ist Choreograf, Tänzer, Dozent, Filmemacher und PhD-Kandidat.

Lab II – Distance Improvisation
Beate Absalon | 12.–15. November 2026 | Alte Schule Kirchfembach
Das Lab erforscht Distanz und Loslassen als aktive Beziehungspraxis. Im Zentrum steht die Frage, wie Spannung, Hindernisse und bewusst geschaffene Distanz Begehren und Eros beeinflussen können.
Beate Absalon ist Kulturwissenschaftlerin, Workshopleiterin und Autorin und erforscht Sexualität, Consent und verkörpertes Wissen.

Lab III – A Theatre Laboratory for Embodied Composition
Niall Fallon | 10.–13. Dezember 2026 | Kulturforum Fürth
Aus individueller Recherche, Gruppenexperimenten und Improvisation entsteht gemeinsames Performance-Material. Dieses wird zu einer präzisen, verkörperten Bühnenkomposition aus Nähe, Timing, Licht und Stimme verdichtet.
Niall Fallon ist Theaterregisseur, Performer und PhD-Forscher mit einem Schwerpunkt auf Physical Theatre, Oper und immersiver Performance.

Zeiten:
Alle Labs beginnen donnerstags um 17 Uhr und enden sonntags mit einer öffentlichen Abschlussperformance von 16 bis ca. 17 Uhr.

Registrierungsgebühr: € 150.-
Bewerbung: Die Bewerbungsfrist wurde aufgehoben – Bewerbungen sind weiterhin möglich.
Teilnahmeplätze: begrenzt

Kuration & künstlerische Projektleitung: Barbara Bess
Assistenz: Anna Lechner
Veranstalter: Körper- und Kulturraumforschung Alte Schule e.V. in Kooperation mit Heizhaus Nürnberg und Kulturforum Fürth.

Vielen Dank an alle Förderer und Unterstützer dieses Projekts!

Weitere Informationen & Bewerbung:
www.barbara-bess.com/somatic-performance-lab

www.barbara-bess.com
Instagram: @barbarabess_alteschule


ARTIST CALL 2027

Somatic Artist in Residence Program

Künstlerische Forschung im ländlichen Raum – gemeinsam forschen, Körperwissen teilen, neue Perspektiven entwickeln.

Der Verein für Körper- und Kulturraumforschung Alte Schule e.V. sucht künstlerische Duos für zwei Residenzphasen des Somatic Artist in Residence Programms 2027, in Kooperation mit der Tanzzentrale der Region Nürnberg e.V. in Fürth.

Bewirb dich gemeinsam mit einer/einem künstlerischen Partner! Gesucht werden Zweierteams aus den Bereichen Performance, somatische Körperarbeit, Multimedia und Sound Arts, die ihre künstlerischen Praktiken miteinander verbinden und in einen gemeinsamen Forschungsprozess einbringen möchten.

Im Mittelpunkt stehen somatische Praktiken, interdisziplinärer Austausch und neue Verbindungen zwischen Körper, Klang, digitalen Medien und ländlichem Raum. Wir möchten lokale Künstler aus der Metropolregion Nürnberg/Fürth/Erlangen mit Künstler aus anderen europäischen Kontexten zusammenbringen.

Die Residenzphasen

PHASE I | 25.–30. Januar 2027
Öffentlicher Workshop am 30. Januar in den Räumen der Tanzzentrale Fürth

PHASE II | 22.–27. Februar 2027
Öffentlicher Workshop am 27. Februar in den Räumen der Tanzzentrale Fürth

Vergütung und Leistungen

  • Honorar: 350 € pro Künstler für einen fünfstündigen Workshop

  • Per diem: 21,50 € pro Tag für sechs Tage (insgesamt 129 € pro Person)

  • Fahrtkosten und Produktionsmittelkosten werden innerhalb eines festgelegten Budgets übernommen.

  • PR und lokale Vernetzung: Die Öffentlichkeitsarbeit sowie die Organisation und Bewerbung des öffentlichen Workshops im lokalen Netzwerk werden vom Veranstalter übernommen.

Bewerbung

Bitte sendet uns als künstlerisches Duo ein kurzes Motivationsschreiben mit eurem geplanten Recherchevorhabensowie die CVs beider Künstler. Gebt bitte an, für welche Residenzphase ihr euch bewerbt.

Die Residenzen werden durch den Bayerischen Landesverband für zeitgenössischen Tanz (BLZT) und das Kulturamt der Stadt Fürth gefördert.

Wir freuen uns auf experimentierfreudige Künstler, die ihre Praxis teilen, neue Verbindungen entstehen lassen und gemeinsam neue Wege somatischer und performativer Forschung erkunden möchten.

Träger: Verein für Körper- und Kulturraumforschung Alte Schule e.V.
Kooperationspartner: Tanzzentrale der Region Nürnberg e.V., Fürth
Kuration und Kontakt: Barbara Bess
E-Mail: info-kkf@web.de oder barbara.bess@web.de


PERFORMANCES ausschweifen vertagt!!!

auf Freitag, den 10. und Samstag, den 11. April 2026, jeweils 19 Uhr

ORT kubic / Südliche Stadtmauerstraße 35 /91054 Erlangen

DAUER ca. 50 Minuten

TICKETS unter kubic.de

Herzliche Einladung zur besonderen Wiederaufnahme der Sound- und Tanzinstallation ausschweifen- ein beweglicher Raum zwischen Vorstellung und Wirklichkeit. Die ortsspezifische Performance ist eingeladen den neuen Bildungs- und Kulturort kubic in der Erlanger Innenstadt nach langem Umbau zu eröffnen.


Mit ausschweifen präsentiert die Choreografin, Tänzerin und Raumforscherin Barbara Bess eine eigens für den architektonisch markanten Ort kubic Erlangen entwickelte Sound- und Tanzinstallation. Bess, deren choreografische Werke seit Jahren an der Schnittstelle von Bewegung, Raum und Wahrnehmung angesiedelt sind, schafft tänzerisch-installative Situationen, die körperliche Präsenz, Klang und visuelle Phänomene zu einem atmosphärisch dichten Erfahrungsraum verbinden. Ihre Arbeiten zeichnen sich durch prozessorientiertes, ortsspezifisches Denken und die Öffnung von Perzeptionsräumen aus, in denen das Publikum in einen impliziten Dialog mit dem Gezeigten tritt.

ausschweifen reagiert in direkter Beziehung auf die besondere Architektur des kubic-Raums und verwebt wandelbare Klanglandschaften, bewegte Körper, schwingende Objekte und Lichtprojektionen zu einer sinnlichen, live gespielten Komposition. Anwesenheit und Abwesenheit, Nähe und Distanz werden zu zentralen Achsen einer geteilten Wahrnehmung, in der sich Imagination und Realität zu einem offenen, energetischen Feld verschränken.

In ausschweifen tritt Bess in ein dialogisches Zusammenspiel mit dem renommierten Jazz-Schlagzeuger Jan F. Brill, der als eine der kreativen Stimmen der deutschen Jazzszene gilt. Brill, Absolvent der Hochschulen in Nürnberg und Köln, arbeitet mit Ensembles wie TURN und dem Volker Heuken Sextett und hat sich mit seiner musikalischen Sprache und zahlreichen Auszeichnungen einen Namen als vielseitiger Improvisator und Klangforscher gemacht.

Für die atmosphärische Klanggestaltung zeichnet sich der Sounddesigner Lars Fischer aus. Fischer ist als freier Musiker, Produzent und Klangkollektor in der Region Nürnberg weit über Genregrenzen hinaus aktiv. Seine Arbeit verbindet Sounddesign, elektronische Klangproduktion und field recordings zu vielschichtigen Klangtexturen für Theater, Tanz und audiovisuelle Projekte – eine ideale Ergänzung zu der multisensorischen Welt, die ausschweifen entstehen lässt.

Zusammen mit schwingenden Objekten des Bildhauers Tobias Witt, der Fotografie von Sebastian Autenrieth sowie der künstlerischen Assistenz von Stefanie Müller schafft das Team einen offenen Erfahrungsraum, in dem Licht, Bewegung, Klang und Objekt ineinander greifen.


SYNAPSES_men, women and all the others

Kulturforum Fürth / Oktober 2025

In der heutigen Zeit, in der Kategorien wie “men, women und all the others" ständig neu verhandelt werden, ist Performance mehr als nur ein künstlerischer Ausdruck - sie wird zum Spiegel gesellschaftlicher Diskurse. Sie fordert uns heraus, Rollenbilder zu hinterfragen, Sichtweisen zu wechseln und die Grenzen zwischen Objektivität und Subjektivität auszuloten. Diese Performance ist eine Zusammenfassung der vorherigen, ortsspezifischen Trilogie, die im Laufe des Sommers rund um das Kulturforum stattfand, und lädt das Publikum ein, die eigene Wahrnehmung zu prüfen: Was erscheint objektiv? Was ist geprägt von persönlichen Erfahrungen, Vorurteilen oder kulturellen Erzählungen? Im Spannungsfeld zwischen Geschlecht, Identität und Repräsentation entsteht Raum für neue Perspektiven - ein bewusst herbeigeführter Perspektiv-wechsel, der nicht nur gesehen, sondern erlebt werden will.

Konzept, Choreographie: Barbara Bess / / Sounddesign: Lars Fischer // Gesang: Yara Linss / / Performance: Julian Goldstein, Moritz Schmeißer, Josef Wagner, Chiara Fersini, Astrid Hornung

 

More information under “Somatic Performance Lab” on this Website!


Review Projekte Galerie

2023 - 2024